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2005 / Nr. 22
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| Allensbach am Bodensee, Mitte Dezember 2005 - Impfen schützt im Winter vor Grippe. Davon sind 47 Prozent der Bevölkerung überzeugt. Allerdings ist man in Westdeutschland diesbezüglich um einiges skeptischer als in Ostdeutschland. In Westdeutschland glauben 44 Prozent an den Abwehreffekt der Grippeimpfung, in Ostdeutschland sind dagegen 56 Prozent von der vorbeugenden Wirkung des Impfens überzeugt.
Aber nicht jeder, der an die Wirkung der Grippeimpfung glaubt, läßt sich auch impfen. Insgesamt haben sich nur 22 Prozent der Bevölkerung bis Mitte November impfen lassen, und nur 5 Prozent bekundeten zu diesem Zeitpunkt die Absicht, daß sie mit Gewißheit noch zum Impfen gehen werden. Entsprechend ihres stärkeren Glaubens an den Schutzeffekt der Grippeimpfung sind es vor allem die Ostdeutschen, die sich auch tatsächlich impfen lassen. 40 Prozent haben sich schon impfen lassen, 4 Prozent sind entschlossen, das nachzuholen. Im Westen haben sich nur 18 Prozent impfen lassen, und 5 Prozent wollen dies noch tun.
Besonders ältere Menschen (58 Prozent), die ja tatsächlich durch das Virus am meisten bedroht sind, setzen darauf, daß man mit einer Impfung vorbeugen kann. 45 Prozent der Älteren lassen sich dementsprechend vorbeugend impfen. Ganz anders die Jungen. Nicht daß sie den Impfeffekt in Frage stellen würden, 48 Prozent der 16- bis 29jährigen glauben an den schützenden Effekt, aber die Angst vor der Grippe ist offenbar nicht so groß, daß sich die meisten tatsächlich auch impfen lassen würden. Nur 15 Prozent der Jüngeren haben in diesem Jahr eine Schutzimpfung machen lassen oder wollen sich noch impfen lassen.
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