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2006 / Nr. 1
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| Allensbach am Bodensee, Anfang Januar 2006 - Als Horst Köhler Anfang Juli 2004 sein Amt als Bundespräsident antrat, hatten die meisten noch nicht viel von ihm gehört. 32 Prozent hatten damals eine gute Meinung von ihm. Im Laufe der bislang eineinhalbjährigen Amtszeit ist sein Ansehen seitdem kontinuierlich gewachsen. Mittlerweile betonen 57 Prozent der Bevölkerung, daß sie den Mann auf dem Präsidentenstuhl hochschätzen. Nur 8 Prozent haben von ihm keine gute Meinung.
Die Bevölkerung in Ostdeutschland reagierte von Anfang an zurückhaltender als die Bevölkerung im Westen auf den neuen Bundespräsidenten. Aber auch im Osten hat sich Köhlers Image in den letzten eineinhalb Jahren von Umfrage zu Umfrage deutlich verbessert. Im Juni 2004 hatten erst 30 Prozent der Ostdeutschen eine gute Meinung von Köhler, inzwischen spricht fast jeder zweite in Ostdeutschland (47 Prozent) von ihm mit Hochachtung.
Besonders wahrgenommen wird an Köhler, daß er bereit ist, auch "unbequeme Wahrheiten" auszusprechen (43 Prozent), und: daß er ein "guter Redner" (42 Prozent) und "geistreich, sehr gebildet" (40 Prozent) ist. All diese Eigenschaften wurden vor Köhler in hervorragender Weise auch Roman Herzog zugesprochen, sehr viel seltener Johannes Rau, dessen zentraler Imagepunkt seine "Väterlichkeit und Güte" war. 39 Prozent der Bevölkerung betrachten Köhler als "diplomatisch", 34 Prozent als "politisch neutral".
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