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2006 / Nr. 6
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| Allensbach am Bodensee, Mitte April 2006. - Die Wochen zwischen Aschermittwoch und Ostern werden in der christlichen Tradition als Fastenzeit verstanden. Das Fasten, also der Verzicht auf üppige Mahlzeiten, Alkohol, Nikotin und andere leibliche Genüsse, soll zu einer geistigen Reinigung und Erneuerung beitragen. Gefastet wird aber auch jenseits aller religiösen Motivation aus Gesundheitsgründen oder auch, um den eigenen Charakter durch Konsumverzicht zu festigen.
Die jetzt zurückliegende Fastenzeit haben 23 Prozent der erwachsenen Bevölkerung zum Fasten genutzt. 18 Prozent hatten dabei auch den religiösen Sinn des Fastens vor Augen. Der religiöse Bedeutungszusammenhang sorgt mit dafür, daß in Westdeutschland (25 Prozent) generell eher gefastet wird als in Ostdeutschland (14 Prozent), wo der religiöse Hintergrund heute nur noch selten vorhanden ist. Trotzdem zeigt sich speziell in Ostdeutschland, daß die Zahl derjenigen, die in der Fastenzeit fasten, allmählich zunimmt. Vor vierzehn Jahren haben dort nur 9 Prozent gefastet.
Die Mehrheit der Fastenden verzichtet in der Fastenzeit vor allem auf Fleisch oder schränkt den eigenen Fleischkonsum ein. 11 Prozent der Bevölkerung haben das in den vergangenen Wochen getan. 7 Prozent haben keinen oder weniger Alkohol getrunken, 2 Prozent haben weniger geraucht. 13 Prozent haben sich in anderen Lebens- und Konsumbereichen in Zurückhaltung geübt.
Vor allem ältere Menschen fasten. Ungefähr jeder dritte aus der Altersgruppe über 60 Jahre tut das. Aus der mittleren Generation der 30- bis 59jährigen hat sich in den letzten Wochen rund jeder fünfte Erwachsene beim Essen oder bei sonstigen Genüssen Zurückhaltung auferlegt. Von den Jüngeren, den Unter-30jährigen, taten das dagegen nur 11 Prozent.
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