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2006 / Nr. 10
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| Allensbach am Bodensee, Anfang Juli 2006. - In den Medien wird seit Monaten immer wieder über Gewalt an den Schulen berichtet. An der Rütli-Schule in Berlin-Neukölln wurde kürzlich unter Polizeischutz unterrichtet. Die Rektorin hatte vorher die Schulbehörde um eine Auflösung der Schule gebeten, weil die Gewalttätigkeiten mancher Schüler nicht mehr zu kontrollieren seien. Gewiß ist die Rütli-Schule nicht die einzige Schule in Deutschland, die Probleme mit jugendlichen Gewalttätern hat. Aber an den meisten Schulen in Deutschland scheint Gewalt kein wirklich großes Problem zu sein. Die Mehrheit der Bevölkerung (71 Prozent) jedenfalls kann davon an den Schulen der eigenen Wohngegend nichts erkennen. Daß es an den Schulen der Umgebung ein großes Gewaltproblem gibt, wird eher von Befragten angenommen, die selbst keine Kinder in einer der Schulen haben (17 Prozent), als von Schülereltern (12 Prozent), die aus Erfahrung sprechen.
Eine generelle Zunahme von Gewalt an den Schulen in Deutschland scheint es in Deutschland - zumindest in der Wahrnehmung der Eltern - nicht zu geben. Vor vierzehn Jahren berichteten 9 Prozent der Schülereltern davon, daß ihr Kind im schulischen Umfeld schon einmal mit Gewalttätigkeit konfrontiert worden sei. Jetzt, 2006, geben 10 Prozent der Schülereltern zu Protokoll, daß ihr Kind schon einmal gewalttätig im schulischen Umfeld angegriffen worden sei. Häufiger als noch vor 14 Jahren kommt es heute vor allem in den Großstädten zu Gewalttätigkeit im schulischen Umfeld. 1992 berichteten 11 Prozent der Schülereltern aus Großstädten davon, daß ihr Kind schon einmal gewalttätig angegriffen worden ist, heute 16 Prozent.
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