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2006 / Nr. 15
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| Allensbach am Bodensee, Ende Oktober 2006. - Die durchschnittliche Lebenserwartung steigt seit langem. Zugleich hat sich Schritt für Schritt auch die Grenze, an der sich die Vitalität der meisten Menschen abschwächt, nach oben verschoben. Schon vor mehr als 10 Jahren hatte nur noch eine Minderheit in der Bevölkerung (15 Prozent) das Gefühl, daß der "schönste und wichtigste Teil des Lebens vorbei" ist, wenn man in Rente geht. Heute sagen nur noch 7 Prozent, daß jemand zum Zeitpunkt des Rentenbeginns "zum alten Eisen" gehört. Im Gegenteil, immer mehr Menschen stellen fest, daß die Älteren von heute "sehr aktiv" sind, ja daß für manchen "das Leben mit dem Ruhestand erst richtig anfängt". Dies sagen zur Zeit 65 Prozent.
Diese positive Entwicklung schließt nicht aus, daß man sich mit steigendem Alter immer wieder Gedanken über das Älter- und Altwerden macht. Jüngere Menschen denken naturgemäß eher selten darüber nach. 30 Prozent der Unter-30jährigen sagen allerdings, daß sie durchaus manchmal daran denken. Aber die Mehrzahl aus dieser Altersgruppe denkt nach eigenen Angaben eher selten oder gar nicht über das Alter nach. Etwa ab dem 60. Lebensjahr wird das Älterwerden für viele zu einem bewegenden Thema. 40 Prozent der Über-59jährigen sagen, daß sie nun "oft" über das Älterwerden nachdenken, 37 Prozent "manchmal". Nur 9 Prozent denken auch in diesem Alter "nie" ans Älter- und Altwerden.
Doch der Gedanke ans Älter- und Altwerden macht auch den Älteren eher selten angst. Nur 18 Prozent der Über-59jährigen antworten auf die entsprechende Nachfrage mit: "Ja, ich habe Angst davor, älter zu werden". Die große Mehrheit empfindet das nicht so. Im Gegenteil: "Ich habe eigentlich keine Angst vor dem Älterwerden" , sagen 78 Prozent. Vielleicht haben tatsächlich die meisten Älteren keine Angst, älter zu werden. Aber daß ein hohes Alter oft mit Leid und wenig Freude verbunden ist, ahnen und sehen auch viele aus der Nähe. Während über die letzten Jahrzehnte die Lebenserwartung immer größer wird, wünschen sich immer weniger Menschen, uralt zu werden.
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