2006 / Nr. 18


ZUFRIEDENHEIT MIT DEM POLITISCHEN SYSTEM
IN DEUTSCHLAND

      

Allensbach am Bodensee, Mitte Dezember 2006. - Zufriedenheit oder Unzufriedenheit mit der Politik der Regierung oder mit einzelnen Politikern und Parteien ist eine Sache. Sie betrifft politische Entscheidungen oder Perspektiven, die die Bürger gutheißen können oder auch nicht. Eine ganz andere Sache ist die Zufriedenheit mit der Demokratie und unserem ganzen politischen System. Sicherlich kann unter einer permanenten Unzufriedenheit mit der Regierungspolitik auf die Dauer auch die Zufriedenheit mit dem politischen System leiden. Deshalb ist es ein gutes Zeichen, daß die Mehrheit der Bevölkerung im Blick auf das politische System der Bundesrepublik durchaus zufrieden ist. 69 Prozent sind zufrieden. 10 Prozent der Bundesbürger bekunden sogar, daß sie "sehr zufrieden" sind. Jeder vierte betont allerdings, daß er "nicht zufrieden" ist.

Zu denken gibt allerdings die unterschiedliche politische Systemzufriedenheit in Ost und West. Während die Bürger im Westen hochgradig, nämlich zu 74 Prozent zufrieden sind mit dem politischen System in Deutschland, ist die Zahl der Zufriedenen in den östlichen Bundesländern (45 Prozent) in etwa gleich groß wie die Zahl der Unzufriedenen (46 Prozent).

 

 

Insgesamt hat sich das Meinungsbild in den letzten drei Jahren nur wenig verändert. 2003 zeigten sich im Westen 72 Prozent zufrieden mit dem politischen System in Deutschland, mittlerweile tun das 74 Prozent. Die Zahl der Unzufriedenen ist im We-sten in letzter Zeit sogar erkennbar - von 24 auf 19 Prozent - kleiner geworden. Im Osten sind beide Gruppen marginal, nämlich jeweils nur um zwei Prozentpunkte geschrumpft.

 

 

TECHNISCHE DATEN FÜR DIE REDAKTION
Anzahl der Befragten:

Repräsentanz:


Zeitraum der Befragung:

Archiv-Nummer der Umfrage:
1051

Gesamtdeutschland,
Bevölkerung ab 16 Jahre

11. bis 24. November 2006

7097

  


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