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2007 / Nr. 2
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| Allensbach am Bodensee, Ende Januar 2007 - Am Ende eines Jahres ziehen Geschäftsleute Bilanz. Aber auch im Privatleben nutzen viele Menschen das Jahresende für einen kritischen Blick auf sich selbst: Wer bin ich, wo stehe ich, was will ich? Die Schwelle zum neuen Jahr erscheint als passende Gelegenheit, mit alten, längst lästig gewordenen Gewohnheiten aufzuhören oder mit etwas Neuem zu beginnen.
Man fasst gute Vorsätze - etwa: mehr Sport zu treiben, mit dem Rauchen aufzuhören oder eine Fremdsprache zu lernen. Eine Zeitlang quer durch die 90er Jahre sah es so aus, als würde die Zahl der Menschen, die mit guten Vorsätzen in ein neues Jahr gehen, immer kleiner. In den letzten drei Jahren aber ist es exakt umgekehrt: Immer mehr Menschen überschreiten die Jahresschwelle mit guten Vorsätzen. 2005 taten das 34 Prozent, 2006 waren es 38 Prozent. Beim Wechsel von 2006 nach 2007 haben sich 40 Prozent etwas Besonderes vorgenommen.
Vor allem jüngere Menschen, die Unter-30-Jährigen, haben für das neue Jahr einen oder mehrere gute Vorsätze gefasst. Nahezu jeder zweite (49 Prozent) sagt das von sich. Im Alter werden nur selten Lebensweichen gestellt, gilt es selten noch, Prüfungen zu bestehen oder etwas Neues zu wagen. Auch mit dem Rauchen haben viele schon aufgehört - freiwillig oder unter dem Zwang einer Krankheit. Jedenfalls für das neue Jahr 2007 haben sich in der Altersgruppe ab Sechzig aufwärts nur 28 Prozent etwas Besonderes vorgenommen.
Manchmal entscheiden schon die ersten Tage und Wochen darüber, ob man seine Vorsätze am Ende auch erfolgreich in die Tat umsetzt. In der Allensbacher Umfrage, die in der ersten Hälfte des Januar durchgeführt wurde, wurde auch gefragt, ob man sich bis jetzt an seinen Vorsatz, an seine Vorsätze gehalten hat: "Klappt das bislang, konnten Sie sich bislang an diese Vorsätze halten, oder ging das nicht?" Für mehr als ein Viertel (27 Prozent) der Befragten ist es im Moment noch zu früh, über Erfolg oder Scheitern zu sprechen. 8 Prozent der Befragten deuten an, dass sie schon nach wenigen Tagen ihren Vorsatz, ihre Vorsätze aufgegeben haben: "Es ging nicht". 27 Prozent haben schon sehr bald bemerkt, dass es mit der Umsetzung schwierig wird: "Es klappt nur mit Einschränkungen". Aber immerhin: weit mehr als jeder Dritte (38 Prozent) hat die schwierige Anfangsphase überstanden: "Es klappt, ich konnte mich bislang daran halten".
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