2007 / Nr. 10


"FIT STATT FETT"

Die Mehrheit sieht darin durchaus ein Thema für die
Regierung, aber viele zweifeln am Erfolg des Aktionsplans
      

Allensbach am Bodensee, Mitte Juni 2007. - Das Bundeskabinett hat im Mai Eckpunkte eines Nationalen Aktionsplans verabschiedet, mit dem das Ernährungs- und Bewegungsverhalten der Bevölkerung verbessert werden soll. Der Aktionsplan mit dem Titel "Fit statt fett" ist eine Reaktion auf internationale Vergleichsuntersuchungen, die zeigen, dass in Deutschland besonders viele Menschen, auch besonders viele Kinder, übergewichtig sind. 78 Prozent der Bevölkerung haben von diesem Aktionsprogramm der Bundesregierung inzwischen gehört. Mehr als jeder Zweite findet es richtig, dass die Regierung sich um dieses Thema kümmert. 42 Prozent vertreten die Ansicht, dass das Ernährungs- und Bewegungsverhalten der Menschen kein Thema ist, mit dem sich die Regierung beschäftigen sollte.

 

 

Im Blick auf die Frage, ob sich mit einer solchen Regierungsinitiative wie "Fit statt fett" tatsächlich etwas Positives erreichen lässt, gehen die Meinungen auseinander. 45 Prozent sind optimistisch und glauben, dass die Regierung hier durchaus positiv auf die körperliche Fitness der Bevölkerung einwirken kann. Fast ebenso viele Menschen (44 Prozent) geben sich dagegen skeptisch: "Das glaube ich nicht".

 

 

Die große Mehrheit der Bevölkerung ist aber sehr wohl überzeugt, dass die Regierung konkret über gesetzliche Maßnahmen zu einer gesunderen Ernährung der Bürger beitragen könnte, z.B. mit einer Kennzeichnungspflicht für Lebensmittel, die besonders viel Fett oder Zucker enthalten, wie Chips und Schokolade. 79 Prozent fänden eine solche Maßnahme gut. Nur 12 Prozent halten nichts von einer solchen Kennzeichnungspflicht für besonders fett- oder zuckerhaltige Lebensmittel.

 

 

Dass der Staat aus quasi ernährungspädagogischen Gründen für Lebensmittel, die wenig gesund sind, höhere Steuern festlegt, also den für Lebensmittel zur Zeit geltenden Steuersatz von 7 Prozent auf den allgemein geltenden Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent anheben könnte, hält dagegen nur eine Minderheit (27 Prozent) für gut. 61 Prozent winken ab: "Das ist kein guter Vorschlag".

 

 

 
TECHNISCHE DATEN FÜR DIE REDAKTION
Anzahl der Befragten:

Repräsentanz:


Zeitraum der Befragung:

Archiv-Nummer der Umfrage:
1810

Gesamtdeutschland,
Bevölkerung ab 16 Jahre

25. Mai bis 6. Juni 2007

10005

  


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