2007 / Nr. 12


DOPING

Die Bevölkerung glaubt: Nicht nur im Radsport wird gedopt
      

Allensbach am Bodensee, Mitte Juli 2007. - Die Dopingskandale im Radsport, die immer neuen Vermutungen und neuerdings auch die Geständnisse einiger Profis haben inzwischen den Glauben der Bevölkerung an "sauberen Spitzensport" gänzlich ruiniert. Auch wenn bislang nur einzelne Radsportler zugegeben haben, in der Vergangenheit unerlaubte Mittel eingenommen zu haben, glauben nur ganz wenige Menschen, dass nur in Einzelfällen gedopt wurde und gedopt wird. Die ganz große Mehrheit der Bevölkerung (90 Prozent) ist davon überzeugt, dass Doping im Radsport weit verbreitet ist.

 

 

Und die Mehrheit der Bevölkerung glaubt auch nicht, dass es sich hier einzig um ein Phänomen des Radsports handelt. Die meisten vermuten, dass auch in vielen anderen Sportarten unerlaubte Mittel eingesetzt werden. 42 Prozent denken sogar, dass es "in nahezu allen" Sportarten, in denen Leistungssport betrieben wird, auch ein Dopingproblem gibt.

 

 

Trotz der Verschärfung der Antidoping-Regeln in den Sportverbänden und trotz des kürzlich vom Bundestag verabschiedeten Antidoping-Gesetzes hat die Bevölkerung mehrheitlich wenig Hoffnung, dass man Doping im Spitzensport erfolgreich verhindern kann. 80 Prozent haben Zweifel.

 

 

 
TECHNISCHE DATEN FÜR DIE REDAKTION
Anzahl der Befragten:

Repräsentanz:


Zeitraum der Befragung:

Archiv-Nummer der Umfrage:
1808

Gesamtdeutschland,
Bevölkerung ab 16 Jahre

28. Juni bis 10. Juli 2007

10006

  


Copyright: Institut für Demoskopie Allensbach