2007 / Nr. 19


EHERING TRAGEN

Längst nicht mehr alle Eheleute tragen einen Ehering
      

Allensbach am Bodensee, Ende November 2007 - Für viele ist der Ehering das sichtbare Zeichen, dass sie den Bund fürs Leben eingegangen sind. Aber nicht alle Verheirateten tragen einen Ehering. Verheiratete Frauen tun dies immerhin zu 74 Prozent, verheiratete Männer jedoch nur zu 60 Prozent.

 

 

Vor allem bei den verheirateten Männern in Ostdeutschland ist der Anteil derer, die ihre Hand mit einem Ehering schmücken und auf diese Weise ihren Familienstand sig-nalisieren, mit 39 Prozent gering. Von den Ehemännern im Westen tragen 64 Prozent einen Ehering.

 

 

Im Westen hat sich die Einstellung zum Tragen eines Eherings in den letzten Jahrzehnten geändert - hier allerdings vor allem bei den verheirateten Frauen. In den 60er Jahren war es für eine Frau in Westdeutschland geradezu selbstverständlich, ihren Familienstand durch einen Ring erkennbar zu machen. 92 Prozent trugen damals einen Ehering, wenn sie verheiratet waren. Heute tun dies in Westdeutschland nur noch 76 Prozent. Der Anteil der verheirateten Männer in Westdeutschland, die einen Ehering tragen, ist sogar leicht angestiegen: während damals 60 Prozent einen Ehering trugen, tun dies heute 64 Prozent.

 

 

Dass sich bei Frauen die Einstellung zum Tragen eines Eherings verändert hat, hat vor allem mit sozialen Wandlungsprozessen über die Jahrzehnte hinweg zu tun. Gleich geblieben ist der Einstellungswandel im Laufe der Ehe. Für die meisten jungen Verheirateten war der Ehering Anfang der 60er Jahre selbstverständlich und ist es noch heute, bei Männern (88 Prozent) wie bei Frauen (78 Prozent). Erst wenn Verheiratete auf ihr 50. Lebensjahr zugehen, sieht man den Ehering immer seltener.

 

 

TECHNISCHE DATEN FÜR DIE REDAKTION
Anzahl der Befragten:

Repräsentanz:


Zeitraum der Befragung:

Archiv-Nummer der Umfrage:
1127

Verheiratete, Gesamtdeutschland


8. August bis 20. August 2007

10008

  


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